Presse
Pressespiegel 2011
Wir sind sehr stolz wieder in allen bekannten Gastroführern
Anerkennung zu finden. Anbei einige Kritiken:
Gault Millau 2011 - 14 Punkte
Weinfreunde haben über 100 gute Gründe, Stappens behäbige Bierstube zu durchschreiten und sich im beschwingt-modernen Restaurant vor künstlerisch wertvollen Sylt-Photographien niederzulassen. Dass bloß noch Kreszenzen bis
50 € glasweise serviert werden, muss sie nicht schrecken: Nur eine Minderheit von Carmen Stappens internationalen Schätzen kostet mehr. Der 06er Meursault Premier Cru beispielsweise bleibt mit fairen 49 € gerade noch im grünen Bereich. Und Chiles Almaviva (akzeptable 95 €) gönnt man sich ohnehin bloß zum besonderen Anlass im größeren Kreis. Die önophile Begeisterung der Patronne steckt an – irgendeinen tollen Tropfen, den man noch nicht kennt, gräbt sie immer aus.
Hinter den vielen Flaschen steht „Frajo“ Stappens Küche aber keineswegs zurück.
In 12 Jahren am Herd des alteingesessenen Familienbetriebs perfektionierte er sein Erfolgsmodell: Düsseldorfer Senfrostbraten, Wiener Schnitzel oder (2) Reibekuchen mit angebratenem Lachstatar alias „Liedburger“ für die Traditionalisten, Vanille-Jacobsmuschelspieß mit Zimtsalz, Seeteufel im Pancettamantel oder in Sesam gebratene Barberie-Entenbrust auf Chinakohl und Raz el Hanout für die Global Player – und irgendwo dazwischen die Zubereitungen vom selbstgezüchteten Glehner Freilandschwein, das (konservative) Bindung an die Scholle mit (progressivem) Bemühen um Nachhaltigkeit in Einklang bringt.
Darum wundern wir uns auch nicht, wenn der Matjes asiatisch kostümiert auf den Tisch kommt: in einer knusprigen, süß-sauren Loempia, als Tatar mit leicht „entschärfter“ Wasabimousse und zum Sushi gerollt – über den viel zu harten Reis wären die meisten Sushimeister aus der Landeshauptstadt allerdings weniger erbaut...
Auf sicherem Boden bewegt sich Stappen mit einem überraschungsfreien Gazpacho andaluz, vor allem jedoch mit exemplarisch geschmorten Kalbshaxenscheiben, die man beinahe mit dem Löffel essen könnte. Einen solchen hätten wir auch gern für die herrlich tiefgründige Sauce, die immerhin in einer Saucière glänzt. Zweierlei Bohnen und geröstete Würfelkartöffelchen sind angemessen herzhafte Begleiter dieser Korschenbroicher Version des Osso buco, den La Mamma aus Milano bestimmt nicht besser hinbekäme.
Über die Cassata, die wie ein Gugelhupf aussieht, würde ihre sizilianische Cousine aber staunen: Stappen krönt die eisige Verführung mit kompaktem Mascarponeschaum und liiert sie mit wildem Pfirsich. Was die Signora nicht wissen kann: Frajos Desserts nehmen wir in erster Linie zum Vorwand für einen finalen Schluck Süßwein, den Frau Carmen stets parat hat. Diesen Nektar zurückzuweisen, täte uns in der Seele weh. Und wir möchten ja auch die Damen vom Service nicht enttäuschen, die jedes Jahr liebenswürdiger und professioneller zu Werke gehen.
Noch ein Tipp für Sparfüchse: das knapp kalkulierte All-Inclusive-Menü, das je nach Marktlage wechselt.
Restaurantbewertung aus GAULT MILLAU Deutschland 2011.
Der Feinschmecker 600 Besten
Gasthaus Stappen FF
Aufgestiegen: Jungendlich, frisches Design prägt das Ambiente, frisch ist auch die Küche, die gekonnt mit mediterranen wie regionalen Elementen spielt und auch mal Matjes als Frühlingsrolle, Sushi und Wasabi-Tatar asiatisch interpretiert. Bestens abgeschmeckt war das Spargelschaumsüppchen mit Bärlauchflan und Wildlachs, sehr zart die bei niedriger temperatur langsam gegarte Kaninchenkeule mit Bohnenallerlei. In der nicht übermäßig großen Weinkarte sind deutsche Spitzenwinzer gut vertreten. Alls Gewächse unter 50 Euro werden auch glasweise ausgeschenkt.
Herzlicher Service, familiäre Atmosphäre.
Prinz Top Guide 2011
Prinz-Tip Umland "Gasthaus Stappen"
5 Prinz Punkte
Päckchen aus Sashimi- Thunfisch und Riesengarnele mit Tomaten-Ingwergemüse und Wasabi-Kartoffelpüree, Barbarie-Entenbrust in Sesam gebraten auf Orangen-Cous-Cous mit Datteln, Ochsenschwanzravioli mit Stopfleberschaum, pochierten Äpfeln und gehobelten Sommertrüffeln - wer würde derart ausgefeilte Kreationen in einem Landgasthof erwarten? Mit ihren inspirierten Gerichten zu relativ kleinen Preisen locken uns die Stappens schon seit Jahren in ihr geschmackvolles und modernes Domizil. Hier wird nicht nur mit absolut frischen und erstklassigen Zutaten nach allen Regeln der Kochkunst die Region globalisiert, es schmeckt auch stets umwerfend. Weinkennerin Carmen Stappen kredenzt dazu rund 100 tolle Tropfen, leitet auch den so (kinder)lieben wie professionellen Service. Plus: hübscher Garten und ein Pavillon für die Raucher.
Düsseldorf geht aus 2010/2011
"Lauter nette Nachbarn"
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Jürgen Dollase berichtete in der FAZ am Sonntag



